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Warum Mädchenbande?

Fragen und Unsicherheiten die an mich herangetragen werden.

"All die kritischen Fragen sind so unglaublich wertvoll. Sie sind Tür, Tor und Brücke für Austausch, Verständnis und Klarheit. Ich bin sehr dankbar für jeden einzelnen Menschen, welcher mit seinen Fragen und Bedenken zu mir kommt, anstatt still urteilend weitergeht!"
Ist Aufklärung und das Besprechen solch wichtiger Themen nicht Privatsache? Oder: Warum braucht es die Mädchenbande? Die Kinder bekommen die wichtigen Infos ja bereits zu Hause und in der Schule.
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Auf jeden Fall ist der Austausch in der Familie über Körperthemen, Aufklärung, Gefühle... ein absolut wichtiger Grundstein für das Kind. Denn wenn es merkt, dass es normal ist, über solche Themen zu sprechen, hat es viel wertvolles vom Elternhaus mitbekommen! Ich bedanke mich bei allen Eltern für ihr Engagement, ihre Präsenz und ihr Zuhören! 
Aus der Erfahrung mit meinen eigenen Kindern wird in der öffentlichen Schule Sexualunterricht erstmals in der 5. Klasse thematisiert. Toll fand ich den eintägigen Workshop von externen Fachkräften, in welchem geschlechtergetrennt informiert und im Ansatz Raum für Austausch stattfinden konnte. Durch den strukturellen Rahmen der Volksschule muss jedoch vieles im ganzen Klassenverband thematisiert werden, wobei Hemmungen, Scham oder Gehabe viele Themen unbeantwortet lassen. Ich weiss, dass die öffentliche Schule und die Lehrpersonen im Rahmen ihrer Möglichkeiten ihr Bestes geben. Es ist ein wichtiger Input und ich schätze ihre Arbeit sehr!
Die Mädchenbande steht nicht in Konkurrenz mit den Qualitäten des Elternhauses und des schulischen Unterrichts, sondern möchte das Feld vielmehr erweitern und vertiefen. In der Mädchenbande steht der vertrauensvolle Austausch mit Gleichaltrigen im Vordergrund. Dabei entstehen so viele Aha-Erlebnisse und vielen tut es unglaublich gut zu wissen, dass sie mit den Themen, das sie beschäftigen, nicht alleine sind. Es ist sehr bestärkend und bereichernd, gemeinsam zu forschen, verschiedene Blickwinkel und Ideen zu hören und auch seine eigene Meinung in der Gruppe kundzutun. Und was mir sehr am Herzen liegt, ist, dass die Mädchenbande nicht nur auf die Aufklärung reduziert wird, sondern der ganze Wandel mit seinen körperlichen, emotionalen, sozialen und gesellschaftlichen Themen einbezieht. Mein Anliegen ist, unsere innere Natur mit der Natur um uns herum in Verbindung zu bringen, diese zu stärken und als Ressource zu etablieren. 



Ist es nötig, dass es noch etwas Neues im Bereich Aufklärung braucht? Sollte man dieses Thema nicht einfach ruhen lassen, bei all diesen Trends und Hashtags, welche in den Medien bereits breitgetreten wurden/werden?

Ja, das Thema wird zum Teil sehr laut und auf viele Arten extremisiert. Aber genau in dieser lauten Zeit ist es mir ein Anliegen ein leises Angebot schaffen, der den Fokus vom Aussen auf das Innen lenkt. Ich möchte die junge Generation mit diesen Herausforderungen nicht alleine lassen. Es ist mir ein Anliegen, mit diesem Angebot einen Ort zu schaffen, der den Blick auf die eigene Natur stärkt, auf die eigenen Bedürfnisse und Gefühle. Die Mädchenbande darf der Komplexität unserer Welt eine Klarheit entgegenhalten, die nicht übergestülpt, sonder ganz individuell in jeder von uns zu finden ist. Denn jede Person hat ihre eigene Natur, ihre eigene Wahrnehmung und kann diese spüren. Diese zeigt sich im Fühlen der eigenen Grenzen, Bedürfnissen und Empfindungen. Wenn die jungen Menschen ihrer Wahrnehmung trauen, wissen, dass sie wichtig ist und dazu noch den Mut haben diese nach aussen zu kommunizieren, ist dies eine wichtige Prävention und Ressource. Ich möchte dass die jungen Menschen gestärkt, selbstwirksam und integer mit ihrem inneren Kompass ihren individuellen Weg in der lauten, komplexen Welt gehen können.



Wie wissen wir als Eltern/Erziehungsberechtigte, was in der Mädchenbande thematisiert worden ist?

Es ist mir sehr wichtig, dass die Mädchen nicht isoliert informiert werden, sondern das ihr familiäres/persönliches Umfeld mit einbezogen wird. So möchte ich unbedingt Inputs und Infos als Handouts nach Hause mitgeben. So können die Themen nochmals miteinander angeschaut und besprochen werden und auf Wunsch im Familienalltag integriert werden. Ich bin auch immer offen für Rückfragen zum jeweiligen Thema oder Fragen allgemein. Was mir in der Mädchenbande sehr wichtig ist, ist, dass die Privatsphäre der einzelnen Mädchen geschützt wird und der Kreis ein vertraulicher Ort bleibt. Es soll nicht konkret über andere Teilnehmerinnen gesprochen werden (im Stil von: xy hat erzählt, dass sie noch nie...). Die Mädchen können zu Hause aber sehr gerne aus ihrer Perspektive von der Mädchenbande erzählen (z.B. heute haben wir das Thema "was tut mir gut" besprochen und es war so toll, dass ich von den Ideen der anderen auch für mich noch neue Ideen bekommen habe, zum Beispiel...)



"Naturverbindung und Verbinden mit den Elementen" tönt etwas esoterisch. Was ist damit gemeint?
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Esoterik ist ein etwas schwieriges Wort, denn es gibt im heutigen Sprachgebrauch keine allgemein anerkannte Definition. Alle verstehen so etwas anderes darunter. Es steht meist für etwas diffuses, unverständliches und versponnenes. Niemand bezeichnet sich selbst als esoterisch, denn das Wort hat eine abwertende Konnotation.
Für mich ist die Naturverbindung etwas sehr bodenständiges und alltägliches. Es ist eine Sicht auf die Welt, die uns Menschen als Teil der Natur miteinschliesst, statt uns darüber zu stellen. Die Natur oder eben die Verbindung zur Natur ist eine starke Ressource, die wir nutzen können und von der wir lernen und uns inspirieren lassen können. Im wissenschaftlichen Bereich wird der Natur eine wichtige Funktion im emotionalen Kontext eingeräumt. Es ist bekannt, dass die Natur den Heilungsprozess bei Krankheiten begünstigt, dass Waldbaden Stress reduziert usw. 
Mit der Verbindung mit den Elementen meine ich, dass wir die Eigenschaften der Elemente als Metapher für unser eigenes Leben nutzen können. Z.B. das Wasser: Es kann uns den Lebensfluss veranschaulichen, der mal ruhig dahinplätschert und fliesst, aber auch Strudel und Wasserfälle aufweist. Die Erde: Sie kann uns Erdung, Ruhe und Sicherheit vermitteln. Die Luft: Sie kann für Leichtigkeit, Unendlichkeit, Träume und Visionen stehen. Das Feuer: Es kann mit dem eigenen Lebensfeuer in Verbindung gebracht werden und die Frage in den Raum stellen, was brauchen wir, damit unser Lebensfeuer brennt? Was ist unser "Holz", das wir nachlegen, damit es unserem Feuer gut geht?... In diesem Sinne sehe ich die Natur als Lehrmeisterin und Verbündete.
Im Zusammenhang mit Naturbesinnung und "Back to the Roots" ist mir bekannt, dass es Strömungen gibt, die rassistische und gesellschaftstrennende Überzeugungen vertreten (z.B. die Anastasiabewegung). Ich distanziere mich hiermit ganz klar von diesen Gruppierungen und dessen Gedankengut. Ich stehe mit meinem Handeln und Wirken für Verbundenheit, Lebendigkeit, Respekt, Austausch auf Augenhöhe, Wertschätzung und Offenheit.
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